Mit Windows-XP trotz Supportende sicher weitersurfen

Windows hat im April 2014 den Support für das Windows XP Betriebssystem eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt. Damit wird Ihr System natürlich zum Risiko und viele Benutzer des beliebten XP mussten notgedrungen auf das kostenlose "Linux-Ubuntu" oder aber auf Windows 7 oder 8 umsteigen. Wir zeigen Ihnen wie Sie mit einem kleinen Trick in der Registry weiterhin Updates für Ihr Betriebssystem bekommen. Und das bis voraussichtlich 2019.

Achtung: Änderungen an der Registry sollten nur von erfahrenen Benutzern vorgenommen werden. Die Anwendung dieser aufgezeigten Änderung ist auf Ihre eigene Gefahr. Falsche Änderungen und Eingriffe in der Registry können dazu führen, das Ihr Windows nicht mehr funktioniert. Das hat eine komplette Neuinstallation zur Folge und unter Umständen einen Komplettverlust Ihrer Daten.

Geldautomaten erhalten Sicherheitsupdates bis April 2019

Viele Geldautomaten benutzen noch immer Windows XP als Betriebssystem. Nach diesem "Hack" gaukelt Ihr System dem Microsoft Update Server vor, dass es sich bei Ihrem System um eine für Automaten optimierte XP-Version handelt. Diese nennt sich "Embedded POSReady 2009". Die spezielle Version ist mit der Desktop-Variante komatibel und wird noch bis voraussichtlich 9. April 2019 mit Updates, Fixes und Patches versorgt.
Ein deutscher Blogger, Sebastian Jayakumaran, entdeckte diesen Registry-Trick und löste damit an vielen Orten große Begeisterung aus.

So geht der Registry-Hack

Erstellen Sie sich mit dem "Editor" ein neues Textdokument namens "posready" mit der Endung .reg (posready.reg) und kopieren Sie folgende 2 Zeilen:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\WPA\PosReady]
"Installed"=dword:00000001
in die Textdatei und speichern Sie diese ab.

Schieben oder kopieren Sie die Datei nun in die Registry und klicken diesen doppelt an. Nach einem Bestätigungstext wird Ihr Windows-XP beim Microsoft-Update-Server nicht als Windows XP sondern "Windows Embedded POSReady 2009" vorgestellt und Sie erhalten weiterhin Updates. Leider ist dieser Trick nur bei 32bit Versionen möglich. 64-bit Versionen von Windows XP werden nicht unterstützt.

Trotz allem gilt zu beachten

Windows bleibt trotz Registry-Hack unsicher. Natürlich sind die auf XP basierenden Bankautomaten nicht einer so großen Gefahr ausgesetzt wie ein Personal-Computer, da sich schon in den Anbindungen an das "WWW" stark unterscheiden. Es ist also nicht sichergestellt, dass Sie eine für Ihre Zwecke "ausreichende Updates" für das Betriebssystem erhalten. Zudem werden Updates die für die "Windows Embedded Version" bereit gestellt werden, nicht unter XP überprüft und können zu Fehlern führen. Weiterhin bleibt XP für Hacker ein interessanntes Ziel, weil erkannte Sicherheitslücken oft erst nach einigen Tage mit Patches abgedeckt werden.

Fazit: Wirklich sicherer fahren Sie mit einer aktuellen Windows Version wie Win7 oder Win8, welche mittlerweile erschwinglich genug sind. Eine weitere und dazu kostenlose Alternative stellt Linux-Ubuntu dar.

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